Inhaltsverzeichnis
- Zwischen Karriereplanung und Selbstfürsorge: Bildung neu denken für junge Berufseinsteiger
- Weiterbildung und die Arbeitswelt im Wandel
- Selbstfürsorge als berufliche Kompetenz
- Yoga: Gesundheitsförderung und Lernen im Einklang
- Bildungsurlaub als rechtlicher Rahmen
- Abgrenzung von Freizeitangeboten
- Bedeutung für die eigene Karriereentwicklung
- Neue Zugänge zu Lernen und Arbeiten
Für viele junge AkademikerInnen ist der Übergang vom Studium ins Berufsleben ein tiefgreifender Einschnitt. Mit dem Berufseinstieg wachsen Verantwortung und Erwartungsdruck, vor allem aber die zeitliche Belastung. Gleichzeitig wird es zunehmend offensichtlich, dass nachhaltige berufliche Leistungsfähigkeit nicht allein auf dem Fachwissen beruht. Mentale Stabilität, körperliche Gesundheit und Selbstregulation gewinnen an Bedeutung. Weiterbildung wird deshalb heute breiter gedacht als noch vor wenigen Jahren. Neben beruflicher Qualifikation gewinnen ganzheitliche Kompetenzen immer mehr in den Mittelpunkt.
Weiterbildung und die Arbeitswelt im Wandel
Klassischen Weiterbildungsmodellen orientieren sich häufig an den messbaren Qualifikationen, Abschlüssen, Zertifikaten, Zusatzqualifikationen in klar umrissenen Fachgebieten. Diese werden noch von großer Bedeutung sein, reichen jedoch allein nicht mehr. Arbeitsprozesse werden komplizierter, Projektzyklen kürzer, Anforderungen diffuse. Studien zur Arbeitsbelastung und zu Burnout zeigen, dass insbesondere gut ausgebildete junge Fachkräfte überdurchschnittlich von Erschöpfungssymptomen betroffen sind. Zunehmend entwickelt sich Weiterbildung also zu einem Instrument, das nicht nur Wissen und Know-how vermittelt, sondern das auch persönliche Ressourcen mobilisiert. Selbstmanagement, Stresskompetenz und Regenerationsfähigkeit werden Schlüsselfaktoren für berufliche Stabilität. Dies alles läßt sich nicht nur theoretisch lernen, sondern verlangt nach Erfahrung und dem Training eigener Belastungsgrenzen.Selbstfürsorge als berufliche Kompetenz
Selbstfürsorge galt lange als privates Thema, wird heute aber mehr und mehr als Voraussetzung für nachhaltige Leistungsfähigkeit gesehen. Unternehmen investieren in Gesundheitsprogramme, Coachingangebote und präventive Maßnahmen. Auch auf individueller Ebene wächst das Gefühl, dass körperliche und mentale Balance aktiv gepflegt werden muss.Besonders junge Akademiker, die sich in frühen Karrierephasen beweisen möchten, laufen Gefahr der Überlastung. Immer erreichbar sein, höchste Eigenansprüche stellen, unscharfe Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit schaffen Überlastungsdruck. Weiterbildungsformate, die Raum für Reflexion, Regeneration und körperliche Aktivität schaffen, können dem entgegenwirken und damit den Begriff von beruflicher Qualifizierung erweitern.
Yoga: Gesundheitsförderung und Lernen im Einklang
Immer mehr Menschen erkennen die pragmatischen Seiten des Yoga und befreien es von esoterischen Vorstellungen. Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen den positiven Einfluss des Yoga u. a. auf Stressabbau, Konzentration und körperliche Beweglichkeit. Auch die Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung, die beim Yoga trainiert wird, wird immer mehr als Fähigkeit erkannt, die gerade im Berufsleben gefragt ist.In der Weiterbildung lassen sich Yoga und yogatherapeutische Methoden gezielt zur Schulung beider Lernkanäle von Körper und Geist einsetzen. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um Wahrnehmung, Atemkontrolle und Konzentration. Und diese Fähigkeiten sind im Beruf nützlich und gefragt — sei es bei Präsentationen, Entscheidungen oder Konflikten.