In der Masterarbeit durchfallen, was nun?

In der Masterarbeit durchfallen ist knallhart! Nach einer kurzen Erholungsphase solltest du Gründe für deine unzureichende Arbeit finden und aus den Fehlern lernen. Bewahre die Ruhe und mache es beim zweiten Versuch besser. Ein häufiger Grund zum Nichtbestehen einer Master- oder Bachelorarbeit liegt im Begehen von Plagiaten oder die Arbeiten genügen keinem wissenschaftlichen Anspruch. 

Falls du Probleme mit der Forschungsfrage hast, dein Betreuer nur wenig Zeit hat oder dir die Gliederung schwerfällt, kannst du gerne auf einen professionellen Ghostwriter zurückgreifen. Gerne unterstützt er dich beim Schreiben, der korrekten Zitierweise und vielem mehr.


Gründe für die Negativbewertung und deren Vermeidung 

  1. Plagiat
    Du hast die Übernahme fremden Gedankenguts nicht ausreichend mit der Angabe der Quellen gekennzeichnet und dadurch ein Plagiat begangen. 
  1. unzureichende Wissenschaftlichkeit
    Grundsätzlich muss eine Masterarbeit wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Dazu gehören die Verständlichkeit und Fehlerfreiheit. Gerne informiert dich das Prüfungsamt deiner Uni oder Hochschule über die besonderen Vorgaben als Leitfaden für deine Arbeit.
  1. roter Faden fehlt
    Überlege dir einen logischen und nachvollziehbaren Aufbau, inklusive Gliederung deiner Arbeit. Bis zum Ende muss ein roter Faden erkennbar sein.
  1. wissenschaftliche Eigenleistung
    Ob deine Arbeit einen wissenschaftlichen Mehrwert bietet, ist ein fundamentales Kriterium zu Bewerten und Ermitteln der Note deiner Masterarbeit.

So solltest du vorgehen

Zunächst einmal empfehlen wir folgende drei Punkte, um dein Studium dennoch erfolgreich abzuschließen:
  • Fehler erkennen
Im Gutachten zu deiner Masterarbeit analysierst du deine Fehler genau. Auf Antrag beim Prüfungsamt kannst du versuchen, die korrigierte Version deiner Masterarbeit einzusehen.
  • persönliches Gespräch
In einem persönlichen Gespräch kannst du deinen Betreuer nach den relevanten Kritikpunkten fragen. Mit zum Beispiel folgenden Fragen kannst du für den Zweitversuch wichtige Punkte klären:

Was meinen Sie mit Kritikpunkt X? Können Sie mir Beispiele nennen?
Wie kann ich meine Schwächen ausmerzen?
Was war in meiner Arbeit positiv?
Worauf muss ich beim nächsten Mal achten?
  • Masterarbeit wiederholen
Als Fazit musst du die Gründe für die negative Bewertung verstehen und im nächsten Schritt eine neue Masterarbeit anfertigen. In der Prüfungsordnung findest du die Vorgehensweise und Regeln zur Wiederholung.

Ruhe bewahren
Du solltest versuchen Ruhe zu bewahren. Zuerst musst du die Gründe herausfinden, um deinen Abschluss zu bekommen. Jede Hochschule hat seine eigene Prüfungsordnung, deshalb solltest du bei deinem Prüfungskomitee diese Fragen stellen:
  1. Wie oft kann ich wiederholen?
  2. Welche Fristen muss ich beachten?
  3. Muss ich ein neues Thema wählen oder kann ich mein bisheriges behalten?
Bei dem gleichen Thema solltest du trotzdem eine andere Fragestellung wählen. Für den Fall, dass du wegen der knappen Zeit nur ein wenig verbessern willst, wirst du wahrscheinlich erneut scheitern. Unbemerkt wirst du eigene Textpassagen übernehmen und begehst somit ein Selbstplagiat.

Die Prüfungsordnung checken und Fehler erkennen
In der Regel kann die Masterarbeit zweimal wiederholt werden. Fristen zur Anmeldung oder das Hinzuziehen Dritter kannst du der entsprechenden Prüfungsordnung entnehmen.

Verlange Einsicht in das Prüfungsergebnis, um deine Fehler zu erkennen und bespreche sie mit deinem Betreuer. Vielleicht könntest du auch einen Dritten einen Blick auf die Arbeit werfen lassen, denn oft haben sie einen objektiveren Blick.

Persönliches Gespräch mit dem Betreuer
Geht es nur um Kleinigkeiten oder Flüchtigkeitsfehler? Möglicherweise gesteht dir dein Betreuer die Einreichung einer überarbeiteten Version zu. Eventuell käme auch eine Fristverlängerung infrage.

Widerspruch einlegen
In der Regel hast du für deinen Widerspruch vier Wochen Zeit, den du anhand von Fachliteratur, Prüfungsordnung oder E-Mail-Verläufen untermauern solltest. Danach bewertet ein Zweitgutachter deine Arbeit. Sollte er zum gleichen Resultat kommen, kannst du nur noch juristisch dagegen vorgehen. Aber das bedeutet viel Zeit und hohe Kosten, so dass eine Wiederholung der Masterarbeit vielleicht sinnvoller wäre. Gründe wären unter anderem:
  • Du kannst die Gründe nicht nachvollziehen und die Kritikpunkte werden dir nicht verständlich erklärt.
  • Man beschuldigt dich ungerechtfertigt des Plagiats.
  • Die Bewertung deiner ersten und zweiten Prüfungsperson weichen stark voneinander ab.
Du beklagst mangelnde Unterstützung während der Bearbeitungszeit und wichtige Fragen wurden nicht beantwortet.

Masterarbeit wiederholen
Normalerweise ist eine Wiederholung der Masterarbeit möglich. In der Regel solltest du das Thema, den Lehrstuhl und eventuell auch den Betreuer wechseln. Wenn zum Beispiel in der ersten Arbeit die Wortwahl im Bereich der Forschung nicht wissenschaftlich genug war, wäre vielleicht der Besuch eines Kurses für „wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben“ interessant.

Falls der rote Faden bemängelt wurde, kannst du für den zweiten Versuch mit einem Lektorat kooperieren, die deine Arbeit vor der Abgabe auf „Herz und Nieren“ prüft. Zur Vermeidung eines Plagiats kannst du Literaturverwaltungsprogramme verwenden, die deine angegebenen Quellen optimal organisieren.


Masterarbeit abbrechen oder verlängern?

Vielleicht bemerkst du schon während der Anfertigung deiner Masterarbeit, dass du sie nicht innerhalb der Frist wunschgemäß fertigstellen kannst. Es liegen keine exakten Zahlen zur Durchfallquote einer Masterarbeit vor, aber durch das Erstellen deiner Bachelorarbeit hast du ja bereits Erfahrungen gesammelt.

Positiv wirken sich auf jeden Fall aus, wenn du die Regeln des akademischen Schreibens beachtest, deine Arbeit logisch aufbaust und das richtige Zitieren befolgst. Solltest du dennoch Bedenken haben, kann ein Gespräch mit deinem Betreuer Klarheit bringen, wobei dir vier Möglichkeiten zur Verfügung stehen:
  • Wenn du nach einer Weile bemerkst, dass dir das Thema nicht liegt, kannst du eventuell das Thema deiner Masterarbeit wechseln. Spreche mit deinem Prüfungsamt oder sehe dir die Prüfungsordnung einmal genau an.
  • Du stellst fest, dass deine Masterarbeit schlecht wird und du wahrscheinlich keine gute Note bekommst. In diesem Fall wären ein Abbruch und ein neuer Versuch zur Erstellung einer besseren Arbeit sinnvoll.
  • Falls du aufgrund einer Krankheit innerhalb des Bearbeitungszeitraums deine Arbeit nicht fristgemäß abgeben kannst, kannst du beim Prüfungsamt einen Aufschub der Abgabefrist beantragen.
  • Sollte dir bereits eine Jobzusage vorliegen und legst keinen Wert mehr auf eine gute Note, kannst du natürlich dennoch deine Arbeit einreichen. Wenn es dir nur um deinen Abschluss geht, kannst du dir auch eine Note von 4,0 für deine Masterarbeit erlauben. Bestanden hast du auf jeden Fall!


Masterarbeit zweimal negativ bewertet

Im Regelfall gesteht man dir eine einmalige Wiederholung zu. Scheitert auch sie, kannst du den Masterabschluss nicht mehr erlangen und wirst exmatrikuliert. Eventuell gibt es aber noch Möglichkeiten:
  1. Beim Nachweis schwerwiegender Gründe ist eine Fristverlängerung von bis zu drei Monaten möglich, im Krankheitsfall sogar bis zu sechs Monaten. Eine Entscheidung trifft der Prüfungsausschuss.
  2. Mit einem ärztlichen Attest kannst du psychischen Druck angeben, also Versagensangst. Möglicherweise gewinnst du dadurch ein wenig Zeit bis zur Abgabe.