Das Kolloquium deiner Bachelorarbeit

Das Kolloquium deiner Bachelorarbeit ist der letzte Schritt, um dein Studium abzuschließen. Du hast so viel Zeit und Mühe in deine wissenschaftliche Arbeit gesteckt, jetzt soll auch das Kolloquium ein voller Erfolg werden!
Aber was musst Du alles beachten? Wie bereitet man die Präsentation am besten vor? Und wie läuft eine Diskussion eigentlich ab? Das alles erfährst Du in diesem Artikel!


Was ist ein Kolloquium?

Als Kolloquium wird meist ein Gespräch unter Experten über ein bestimmtes wissenschaftliches Thema bezeichnet.

Im Universitätsbereich versteht man darunter die mündliche Verteidigung einer Abschlussarbeit vor einem Fachausschuss. Im Wesentlichen musst Du also die Ergebnisse deiner Forschung präsentieren und dich im Anschluss auf ein wissenschaftliches Gespräch mit deinem Prüfer vorbereiten.

Dieses wissenschaftliche Gespräch zwischen Studenten und Prüfer steht am Ende deines Studiums an, nachdem Du deine Bachelorarbeit eingereicht hast und ist der letzte Schritt für einen erfolgreichen Abschluss.


Der Ablauf eines Kolloquiums

Normalerweise dauert die Prüfung zwischen 30 und 60 Minuten und hat folgenden Ablauf:
  1. Die Präsentation
  2. Die Diskussion


Die Präsentation  

Das Kolloquium beginnt mit deiner Präsentation. In diesem Vortrag präsentierst Du deine Ergebnisse und Erkenntnisse. Es geht darum, den Inhalt deiner Bachelorarbeit und dein Fachwissen zu erläutern und zu unterstreichen.
Deine Prüfer haben deine Arbeit gelesen und wissen, wovon sie handelt. Du musst also nicht jeden Punkt deiner Arbeit herunterleiern, sondern nur die wichtigsten und interessantesten Informationen vorbereiten.

Für die Präsentation hast Du ca. 20 Minuten Zeit.

Tipps für die Präsentation
Vor der Präsentation
Zu Beginn des Kolloquiums steht deine Präsentation. Damit diese gut ankommt, musst Du ein paar Dinge im Vorfeld beachten.

 Generell sollte dein Vortrag dem Aufbau deiner geschriebenen Arbeit folgen. So hat sie einen Wiedererkennungswert und ist leichter zu verstehen.
 Kläre ab, welche Hilfsmittel Du verwenden darfst, und ob Du eigene Geräte mitbringen musst. Nicht immer ist ein Laptop vorhanden, wo Du nur mehr deinen USB-Stick mitbringen musst.
 Übe deine Präsentation unbedingt mehrmals vor Publikum! Sei es vor Familie, Freunden oder Kommilitonen. Sie können dir bei der Vorbereitung helfen und geben dir konstruktives Feedback.
 Bereite deine PowerPoint gut vor und präge dir die einzelnen Folien ein! Die folgenden Folien sollten auf jeden Fall vorhanden sein:
  • Titelfolie
  • Kurzer Überblick
  • Einleitung
  • Gegenstand der Forschung
  • Forschungsmethode und Kernthesen
  • Ergebnisse
  • Fazit
  • Quellen
 Bereite ein Handout für das Publikum vor, auf dem die Zuhörer sich Notizen machen können und die wichtigsten Begriffe erklärt sind.
 Lege dir schon am Tag zuvor ein Outfit zurecht. So brauchst Du am Morgen deiner Prüfung nicht mehr daran zu denken

Während der Präsentation

 Versuche möglichst frei zu sprechen und halte Blickkontakt. Du kannst deinen Betreuer fragen, ob Du Notizen mitbringen darfst, solltest aber, wenn möglich, ohne auskommen.
 Tritt selbstbewusst auf und achte auch auf eine positive Körpersprache. Vergiss nicht, Du bist hier der Experte!
 Wende den Zuhörern nicht den Rücke zu und sprich sie direkt an.
 Sprich langsam und deutlich.


Die Diskussion

Sobald Du mit der Präsentation fertig bist, kommt die Diskussion. Diese musst Du selbst einleiten. Am besten gelingt dir das, wenn Du zum Abschluss deines Vortrags einen Satz wie „Und nun freue ich mich über ihre Fragen“, einbaust. Somit ist klar, dass deine Präsentation vorbei ist und der nächste Teil beginnt.

Im Diskussionsteil stellt der Prüfungsausschuss Fragen, die Du im Laufe des Gesprächs möglichst kompetent und sicher beantworten musst. Es geht darum, deine wissenschaftliche Arbeit zu verteidigen, indem Du belegst, dich mit deinem gewählten Thema ausreichend auseinandergesetzt zu haben.

Dieser Teil dauert etwas länger, Du kannst mit 15 - 40 Minuten rechnen.

Tipps für die Diskussion
Die Diskussion ist ein Gespräch, in welchem Du dein umfangreiches Fachwissen unter Beweis stellen musst. Vergiss dabei nicht, dass Du dich monatelang mit deinem Thema auseinandergesetzt hast und diesen Eindruck auch erwecken möchtest.

 Sei kompetent und ruhig.
 Lasse deinen Blick nicht zu viel umherschweifen, sondern schaue deine Prüfer direkt an.
 Bereite dich im Vorfeld auf einige Fragen vor, die unter Umständen kommen können. 


Häufig gestellte Fragen im Kolloquium

Hier sind ein paar Beispielfragen, die in fast jeder Kolloquiums Diskussion gestellt werden. Sie werden wahrscheinlich je nach Studium und Fachbereich variieren, es gibt trotzdem einige Fragen, die dich mit Sicherheit erwarten werden. Man kann diese grob in Kernbegriffe, Kritikpunkte und Vergleichsfragen einteilen.
  • Weshalb haben Sie sich für dieses Thema entschieden? / Warum hat dieses Forschungsthema Ihr Interesse geweckt? Kernbegriff
  • Was war die Themengrundlage für ihre wissenschaftliche Arbeit? Kernbegriff
  • Können Sie die Punkte A und B näher ausführen? Kernbegriff
  • Weshalb haben Sie sich für Aspekt A und nicht B in ihrem Forschungskontext entschieden? Vergleichsfragen
  • Warum haben Sie nur die Theorien von A und B, aber nicht C betrachtet? Vergleichsfragen
  • Wie lassen sich ihre Ergebnisse auf vergleichbare Fälle anwenden? Vergleichsfrage
  • Es wurde angemerkt, dass Sie Sie Punkt X nicht weiter ausgeführt haben. Was können Sie uns zu diesem Punkt sagen? Kritikpunkte


FAQs

Hier findest Du die wichtigsten Informationen und am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Kolloquium.

Was ist ein Kolloquium?
Unter Kolloquium versteht man ein Gespräch unter Experten über ein wissenschaftliches Thema zu einem Fachgebiet. Im Universitätsbereich versteht man darunter die mündliche Verteidigung einer Abschlussarbeit vor einem Fachausschuss.

Welchen Ablauf hat ein Kolloquium?
Ein Kolloquium besteht aus zwei Teilen.
Der Präsentation           = 20 Minuten
Der Diskussion              = 15 – 40 Minuten

Was sind häufig gestellte Fragen während der Diskussion?
Die Fragen, die dir gestellt werden, variieren je nach Studiengang, Fachgebiet und Prüfer. Aber es werden dir bestimmte Arten von Fragen gestellt werden, und das sind Fragen zu Kernbegriffen, Kritikpunkte und Vergleichsfragen.
Zum Beispiel:
  • Sie verwenden häufig Begriff XY. Können Sie auf diesen näher eingehen?
  • Wir haben festgehalten, dass uns Punkt Y fehlt. Können Sie uns den Grund dafür nennen, weshalb Sie diesen nicht weiter ausgeführt haben?
  • Sie beziehen sich hauptsächlich auf Forschungsgrundlagen von A und B. Weshalb haben Sie die Thesis von C ausgelassen?