Ein richtiges Inhaltsverzeichnis für deine Bachelorarbeit

Das Inhaltsverzeichnis einer Bachelorarbeit dient dazu, deren Inhalt übersichtlich zu einer Gliederung zusammenzufassen. Es ist enorm wichtig, um kurz und knapp die Struktur deiner Abschlussarbeit darzulegen. Es dient außerdem dazu, der Abschlussarbeit einen logischen roten Faden zu geben. Daher ist es wichtig, das Inhaltsverzeichnis ebenso korrekt und verständlich aufzubauen wie den Rest deiner Bachelorarbeit. Wir erklären dir in diesem Beitrag alles, was du vor dem Erstellen des inhaltlichen Verzeichnisses beachten solltest!


Was gehört in das Inhaltsverzeichnis der Bachelorarbeit?

Dein Inhaltsverzeichnis listet verständlich und übersichtlich alle Kapitel auf, die in deiner Bachelorarbeit vorkommen. Außerdem enthält es alle Unterkapitel und deren dazugehörige Seitenangaben. Das Inhaltsverzeichnis selbst steht in deiner Arbeit unmittelbar nach dem Deckblatt.


Kapitel und Unterkapitel im Inhaltsverzeichnis 

Kapitel und Unterkapitel bilden das Herzstück des Inhaltsverzeichnisses. Sie sollten die richtige Länge aufweisen und informativen Charakter haben.

Unterteilung der Kapitel
Zumeist weist ein gut strukturiertes Inhaltsverzeichnis zwischen fünf und sieben Kapitel inklusiver Unterkapitel auf. Falls deine inhaltliche Übersicht mehr als sieben Kapitel aufweist, kann es sinnvoll sein, diese anderen Kapiteln zuzuordnen. So bleibt deine Abschlussarbeit für den Betreuer besser lesbar und übersichtlicher.

Achte auch darauf, dass ein Unterkapitel nie für sich allein steht, sondern immer Bestandteil eines Hauptkapitels ist. Falls du beispielsweise ein Unterkapitel 2.1 verwendest, benötigst du mindestens ein weiteres Unterkapitel 3.2. Laut Empfehlung der Universität Eichstätt-Ingolstadt ist es zudem ratsam, nie mehr als drei Unterkapitel anzulegen, damit die Arbeit übersichtlich bleibt.

Länge der Kapitel
Mit dem Inhaltsverzeichnis ist auch immer eine akzeptable Länge der jeweiligen Kapitel verbunden. Du solltest bei der Erstellung deiner Arbeit darauf achten, zu jedem Kapitel mindestens eine halbe Seite zu Papier zu bringen. Jedoch sollte ein Unterkapitel nicht mehr als vier Seiten umfassen. Bestenfalls fährst du von Anfang an eine gleichmäßige Linie, indem du die Hauptkapitel gleichmäßig aufteilst. Es kann dir helfen, wenn du dir vorab eine Struktur überlegst und die Länge der jeweiligen Gliederungspunkte danach anpasst.

Formulierung der Überschriften und der Unterkapitel
Idealerweise wählst du für alle Überschriften zu den Kapiteln und Unterkapiteln eine präzise, knappe aber informative Formulierung. Ironische Redewendungen oder provozierende, reißerische Titel solltest du in deiner Abschlussarbeit grundsätzlich vermeiden. Auch Abkürzungen aller Art haben in deinem Inhaltsverzeichnis nichts zu suchen.

Achte zusätzlich darauf, die im Inhaltsverzeichnis angelegten Überschriften stets so zu benennen wie im Fließtext. Nach den Überschriften setzt du darüber hinaus keine Satzzeichen ein.


Nummerierung im Inhaltsverzeichnis einer Bachelorarbeit

Wie du deine Kapitel nummerierst, kannst du grundsätzlich frei entscheiden. Allerdings sollte die Nummerierung eindeutig, klar und fortfolgend sein. Du kannst folgendermaßen vorgehen, um dein Inhaltsverzeichnis sinnvoll zu nummerieren:
  • Du benennst die Kapitel nach dem Schema 1-2-3 und verzichtest vollständig auf Unterkapitel.
  • Du verwendest Unterkapitel wie A1, A2 etc.
  • Vorwörter, Verzeichnisse und Anhänge nummerierst du mit römischen Zahlen oder ordnest kein Nummerierungssystem zu.
  • Die eidesstattliche Erklärung führst du für gewöhnlich nicht im Inhaltsverzeichnis auf – es sei denn, deine Hochschule schreibt es explizit vor.


Tipps, um ein Inhaltsverzeichnis in Word zu erstellen + Vorlagen

Das Schreibprogramm Word bietet dir die Option, automatisch nach Vorlage ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen. Hierfür benötigst du nicht viel Zeit. Gehe folgendermaßen vor, um binnen weniger Minuten ein Inhaltsverzeichnis für deine Bachelorarbeit anzulegen:
  1. Klicke auf dem Menü auf den Navigationsbereich.
  2. Klicke jetzt abhängig von deiner Word-Version auf „Seitenlayout“ oder „Referenzen“.
  3. Gehe auf den Tab „Inhaltsverzeichnis“ und wähle die gewünschte Formatvorlage aus.
  4. Jetzt öffnet sich eine Vorlage, das du bearbeiten kannst.
  5. Falls du zunächst deine Überschriften erstellen möchtest, klicke auf „formatvorlagen“ und dann auf „Überschriften“.
  6. Falls du dich für ein benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis entscheidest, kannst du Füllpunkte entfernen oder im Voraus Änderungen ansehen.
  7. Im neuen Fenster kannst du Schriftgröße und -art bearbeiten und anschließend mit „ändern“ bestätigen.
  8. Am Ende ist es wichtig, das Inhaltsverzeichnis vor der Abgabe erneut zu aktualisieren. Klicke dafür einfach den Reiter „Inhaltsverzeichnis aktualisieren“ an, damit Word die Seitenzahlen dem neuesten Stand anpasst.
  9. Alternativ kannst du ein automatisches Inhaltsverzeichnis auswählen, das passende Tabellenformat anklicken und einfügen.
  10. Tipp: Falls du vom Inhaltsverzeichnis direkt zu den Textstellen gelangen möchtest, so drücke STRG und die entsprechende Überschrift. Anschließend „springt“ das Programm zur gewünschten Textpassage.
Nachfolgend findest du einige Vorlagen, wie ein Inhaltsverzeichnis in Word aussehen könnte:

Inhaltsverzeichnis mit römischen Zahlen

Quelle: fh-westkueste.de

Inhaltsverzeichnis mit Zahlen-Nummerierung

Quelle: studi-kompass.com


FAQ Inhaltsverzeichnis Bachelorarbeit: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Steht das Inhaltsverzeichnis immer am Anfang?
Nein, nicht in jedem Land steht das Inhaltsverzeichnis am Anfang einer Bachelorarbeit. In Frankreich oder Italien etwa ist es üblich, es am Schluss der Arbeit zu platzieren. Wenn du dir dahingehend unsicher bist, solltest du dich vorab bei deinem zuständigen Prüfungsamt erkundigen.

Wann soll ich das Inhaltsverzeichnis erstellen?
Es ist zu empfehlen, das erste grobe Inhaltsverzeichnis nach Sichtung relevanter Literatur bereits vor dem Schreiben der Bachelorarbeit anzulegen. Diese Vorgehensweise kann dir bei langen Texten und Anhängen helfen, den Überblick zu behalten und deinen eigenen Zeitplan einzuhalten. Selbstverständlich bist du vollkommen frei darin, das Verzeichnis nach Beenden deiner Arbeit entsprechend zu aktualisieren.