Karriereplanung im Studium - So wird‘s gemacht


Karriere im Studium richtig planen
Inhaltsverzeichnis
  1. Karriereplanung im Studium - So wird‘s gemacht
  2. Ganz wichtig: Den richtigen Studiengang wählen
  3. Ich habe den richtigen Studiengang für mich gefunden! Was jetzt?
  4. Erfahrung sammeln!
  5. Netzwerke!
  6. Gute Noten!
  7. Halte dir Optionen offen!
  8. Schon einmal eine "Karrierepause" eingelegt?
  9. Vergiss nicht: Dein Studium ist erst der Anfang deiner Karriere!

Es gibt eine Reihe von Dingen, die Studierende während ihres Studiums tun können, um ihre berufliche Zukunft zu planen. Eines der wichtigsten Dinge ist die Wahl eines Studiengangs, der sie auf die Art von Karriere vorbereitet, die sie anstreben. Du solltest als Studierender auch die Gelegenheit nutzen, Berufserfahrung zu sammeln, sei es durch Praktika oder Teilzeitjobs. Außerdem ist Networking wichtig, um Kontakte in der Branche zu knüpfen und Informationen über offene Stellen zu erhalten. Schließlich sollten sich die Studenten ihre Optionen offenhalten und bereit sein, verschiedene Berufe in Betracht zu ziehen.
 

Ganz wichtig: Den richtigen Studiengang wählen

Dieser Tipp ist für deine Karriereplanung ideal, wenn er vor dem Studium beachtet wird. Doch man sollte sich auch wenn das Studium bereits begonnen hat nicht schämen, den Studiengang zu wechseln - auch wenn man bereits mehrere Semester hinter sich hat. Daher ist die Wahl des richtigen Studiengangs nicht nur Teil der Karriereplanung vor, sondern auch im Studium.

Am einfachsten ist hier natürlich ein Wechseln in einen Studiengang mit ähnlicher Ausrichtung - beispielsweise von Maschinenbau nach Verfahrenstechnik. Andererseits lässt sich argumentieren, dass ein Wechsel dann weniger "notwendig" ist, da sich die späteren Berufsfelder stark schneiden und man mit beiden Abschlüssen letztlich dieselbe Tätigkeit ausüben kann bzw. die entsprechende Qualifikation dafür mitbringt. Besonders drastisch - aber auch wichtig - ist daher ein Wechseln in eine eher fachfremde Fachrichtung, beispielsweise von Maschinenbau nach Kunsthistorik. Zugegeben, das kommt selten vor, veranschaulicht aber, dass sich auch ein Wechsel nach mehreren Semestern lohnt: Denn wenngleich beispielsweise 3 Semester im Studium nach viel klingen - im Vergleich zum Arbeitsleben ist diese Zeit fast schon vernachlässigbar und steht in keinem Verhältnis zum Berufsleben. Je früher eine falsche Entscheidung korrigiert wird, desto besser.
 

Ich habe den richtigen Studiengang für mich gefunden! Was jetzt?

 

Erfahrung sammeln!

Du bist dir deiner Sache sicher und möchtest generell deine Karrierechancen verbessern? Die gute Nachricht: Gute Noten sind nicht alles. Arbeitgeber schauen auf viel mehr - vor allem auf Erfahrung. Gerade die kommt im Studium, vor allem an sehr theoretisch ausgerichteten Universitäten, oft zu kurz. Und genau da kannst du ansetzen:

Eigene Projekte oder die Mitarbeit an anderen Projekten sind eine sehr gute Möglichkeit zu beweisen, dass du im Studium Erfahrung in deinem Bereich sammelst und nicht nur Theorie paukst. Hochschlulgruppen widmen sich häufig einem bestimmten Projekt oder Vorhaben - hier kannst du teilhaben. Alternativ bieten sich auch hochschulfremde Projekte, Studentenjobs in deiner Branche oder ganz eigene Projekte an. Speziell in
 

Netzwerke!

Im Zusammenhang mit Hochschulgruppen, aber auch durch eigene Projekte, die eine gewisse Aufmerksamkeit erfahren, passiert es ganz automatisch: Netzwerken bzw. Networking. Du lernst Menschen aus deiner Branche kennen, tauschst dich mit ihnen aus und erfährst, was für potenzielle Arbeitgeber wichtig ist.

Natürlich kannst du dir auch ohne deine eigenen Projekte oder Hochschulgruppen ein Netzwerk aufbauen: Zum Beispiel, indem du an Veranstaltungen von Unternehmen teilnimmst, die dich interessieren, oder indem du Artikel für Fachzeitschriften schreibst. Auch das rein soziale Netzwerken mit Studienkollegen, Aktivität in Foren oder ehrenamtliche Tätigkeiten beispielsweise im Studierendenbeirat, in lokalen Lesezirkeln oder im örtlichen FabLab sind Möglichkeiten zum Netzwerken.
 

Gute Noten!

Ja, gute Noten sind nicht alles, daher haben wir das auch nicht an den Anfang gestellt. Aber sie sind eben doch Teil deiner Karriereplanung – vor allem wenn du dich direkt nach dem Studium bei großen und bekannten Unternehmen bewerben möchtest. Diese haben häufig, insofern du nicht durch deine Projekte oder ein Netzwerk bereits einen Fuß darin hast, ziemlich straffe Filter mit denen die unzähligen Bewerbungen vorab automatisiert gefiltert werden – sodass Abschlüsse ab einem gewissen Notendurchschnitt schon ein K.O.-Kriterium sind.

Umgekehrt kann es aber auch von Nachteil sein, wenn dein Abschlusszeugnis ausschließlich 1,0 Einträge vorweist. Dies weist häufig auf Defizite in anderen Bereichen hin, die für ein Unternehmen wichtig sind, beispielsweise im sozialen Bereich. Letztlich muss man, gerade als Berufseinsteiger, in ein Team passen. Die eine oder andere schlechte Note macht einen Bewerber menschlich, nahbar und damit auch von Grund auf besser im Teamworking, nicht zuletzt auch da er gelernt hat, mit Niederlagen umzugehen. Sind bestimmte Inhalte deines Studiums für das Unternehmen von besonderer Bedeutung, sollten die Noten darin natürlich gut oder besser sein.

Besonders wichtig ist deine Abschlussarbeit, beispielsweise deine Masterarbeit. Diese sollte idealerweise bereits in dem zukünftigen Berufsfeld liegen und natürlich ebenfalls besonders gut ausfallen, was die Note betrifft.
 

Halte dir Optionen offen!

Das kann es klingt ein bisschen wie ein Klischee, aber es ist trotzdem wichtig: Bleib‘ offen für Neues, such nach deinem Traumberuf und experimentiere. Schließlich kannst du nicht genau wissen, was dir in 5 Jahren gefallen wird – oder ob es deinen Traumberuf auch dann noch genau so gibt. Schließe deshalb nichts von vornherein aus - das gilt auch für bestimmte Unternehmen oder Berufsfelder.

Außerdem muss sich deine Karriere nicht linear entwickeln. Unerwartete Dinge können passieren - und das ist nicht unbedingt schlecht. Scheue dich sich also nicht, ein oder zwei Umwege zu machen. Diese können über andere Branchen, über andere Länder, zusätzliche Studiengänge oder auch familiäre Geschehen führen. Letztlich ist die Karriere nicht „alles“ im Leben, „nur“ ein sehr wichtiger Teil.
 

Schon einmal eine "Karrierepause" eingelegt?

Das wird immer häufiger gemacht und gilt nicht mehr als Nachteil, sondern als Bereicherung der eigenen Karriere. Immer mehr Unternehmen suchen ausdrücklich nach Bewerbern, die eine Berufspause eingelegt haben - zum Beispiel, um sich um ihre Familie zu kümmern oder zu reisen. Das zeigt, dass du flexibel bist und andere Interessen hast sowie mit Veränderungen umgehen kannst.
 

Vergiss nicht: Dein Studium ist erst der Anfang deiner Karriere!

Auch wenn es sich nicht immer so anfühlt: Das Studium ist erst der Anfang. Es gibt dir eine gute Grundlage, aber das ist nicht alles. Am Ende liegt es an dir, was du aus deiner Karriere machst. Lass‘ dich sich also nicht entmutigen, wenn die Dinge nicht so laufen, wie du es dir vorgestellt hast – mach‘ einfach weiter und lerne aus deinen Fehlern.

Und noch ein letzter Rat: Genieße dein Studium! Es ist eine großartige Zeit deines Lebens, die du nie wieder zurückbekommst, also mach das Beste aus ihr!