Inhaltsverzeichnis
- Digitale Sicherheit in der Bildung: Wie Schüler Daten schützen und sichere Karrieren aufbauen können
- Was bedeutet digitale Sicherheit in der Bildung?
- Warum ist der Schutz von Schülerdaten entscheidend?
- Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für Schulen?
- Welche häufigen Bedrohungen und Risiken bestehen für Schülerdaten?
- Cyberangriffe: Phishing, Malware und Social Engineering
- Verlust durch Fehler oder unsichere Geräte
- Risiken bei der Nutzung von Social Media, Apps und Online-Diensten
- Welche Rolle spielen Lehrkräfte, Eltern und die IT-Abteilung für die digitale Sicherheit?
- Aufgaben der Schule bei der Sensibilisierung von Schülern
- Digitale Verantwortung von Lehrkräften und Eltern
- Unterstützung durch die IT-Abteilung und Zusammenarbeit im Schulumfeld
- Wie können Schüler ihre Daten aktiv schützen?
- Starke Passwörter und Passwortmanager richtig nutzen
- Zwei-Faktor-Authentifizierung: Mehr Sicherheit für Schülerkonten
- Sicheres Verhalten beim Surfen und der digitalen Kommunikation
- Erkenntnisse aus Sicherheitsvorfällen und Sofortmaßnahmen
- Was sind Best Practices für Datenschutz und sichere digitale Infrastruktur an Schulen?
- Technische Maßnahmen: Absicherung von Schulnetzwerken und WLAN
- Sicherer Umgang mit Cloud-Diensten und digitalen Zeugnissen
- Schulinterne Datenschutzrichtlinien und Einwilligungen
- Wie profitieren Schüler langfristig durch digitale Kompetenzen für sichere Karrieren?
- IT- und Cybersecurity-Kompetenzen als Wettbewerbsvorteil
- Cybersecurity-Berufe und Karrierechancen im Überblick
- Empfohlene Lernressourcen und Trainingsangebote für Schüler
- Trends: Wie entwickelt sich die digitale Sicherheit in der schulischen und beruflichen Zukunft?
- Künstliche Intelligenz und Automatisierung im digitalen Schutz
- Bring Your Own Device (BYOD) und mobile Endgeräte in Schulen
- Aktuelle Herausforderungen und Chancen durch neue Technologien
- FAQ zum Schutz von Schülerdaten und digitalen Karrieren
- Wer ist an Schulen für die Einhaltung von Datenschutz verantwortlich?
- Welche Apps dürfen im Unterricht verwendet werden?
- Was tun im Fall eines Datenlecks oder Cyberangriffs?
Was bedeutet digitale Sicherheit in der Bildung?
Digitale Sicherheit in der Bildung umfasst alle Regeln, Abläufe und technischen Maßnahmen, die Daten und Systeme in der Schule schützen sollen. Dazu gehört der Schutz von persönlichen Daten von Schülern und Mitarbeitenden, die Sicherung von Geräten und Netzwerken sowie das Wissen über typische Online-Risiken. Ziel ist eine Lernumgebung, in der digitale Geräte und Plattformen genutzt werden können, ohne dass Daten leicht verloren gehen oder missbraucht werden. Durch die Digitalisierung sind Schulen schnell zu Orten geworden, in denen Tablets, Laptops und Online-Plattformen zum Alltag gehören. Das macht den Unterricht oft moderner und flexibler, bringt aber auch neue Risiken mit sich. Gute IT-Sicherheit ist daher keine Extrasache, sondern nötig, damit Lernen digital funktionieren kann, ohne die Privatsphäre und Sicherheit der Schulgemeinschaft zu gefährden.Warum ist der Schutz von Schülerdaten entscheidend?
Schulen verarbeiten viele sensible Daten. Dazu zählen nicht nur Name und Adresse, sondern auch Noten, Infos zur Gesundheit, Protokolle zu Verhalten und andere Dokumente. Wenn solche Daten verloren gehen oder in falsche Hände geraten, kann das schwere Folgen haben - zum Beispiel Identitätsdiebstahl, Geldverlust oder großes Misstrauen bei Eltern, Schülern und Lehrkräften. Schulen haben eine besondere Pflicht, Kinder und Jugendliche zu schützen. Das gilt auch für ihre digitalen Daten. Schlechter Schutz kann auch den Schulbetrieb stören. Angriffe, die Daten stehlen oder verschlüsseln, können Lernplattformen lahmlegen, Unterricht blockieren und viel Geld für die Wiederherstellung kosten. Laut Comparitech stiegen Ransomware-Angriffe auf Bildungseinrichtungen im ersten Halbjahr 2025 im Jahresvergleich um 23 Prozent. Das zeigt, wie wichtig frühes Handeln ist. Wer Schülerdaten schützt, schützt damit auch den Unterricht und die Qualität der Bildung.Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für Schulen?
Schulen müssen sich an Datenschutzgesetze halten. In Europa ist vor allem die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wichtig. Dazu kommen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und Datenschutzgesetze der Bundesländer. Diese Regeln legen fest, wie personenbezogene Daten erhoben, gespeichert, genutzt und gelöscht werden dürfen. Sie sollen Menschen helfen, selbst zu bestimmen, was mit ihren Daten passiert, und sie sollen klar machen, wer wofür verantwortlich ist. Für Schulen heißt das: Sie müssen besonders sorgfältig arbeiten, weil sie oft Daten von Minderjährigen verarbeiten. Ein Grundsatz ist: Personenbezogene Daten dürfen nur verarbeitet werden, wenn es dafür eine Erlaubnis gibt - zum Beispiel eine gesetzliche Grundlage oder eine ausdrückliche Einwilligung. Für Dinge, die nicht unbedingt nötig sind, wie Fotos oder Videos von Schülern, braucht die Schule die Zustimmung der Eltern oder Erziehungsberechtigten. Diese Zustimmung sollte klar sagen, wofür die Daten genutzt werden, wo sie erscheinen (z. B. Website) und wie lange das gilt. Außerdem müssen Schulen einen Datenschutzbeauftragten benennen, der hilft, die Regeln einzuhalten und Fragen dazu beantwortet.Welche häufigen Bedrohungen und Risiken bestehen für Schülerdaten?
Schulen werden für Cyberkriminelle interessanter, weil sie viele Daten haben und Sicherheitsmaßnahmen manchmal nicht auf dem neuesten Stand sind. Die Arten von Angriffen und Problemen sind vielfältig und ändern sich laufend. Daten können durch Angriffe von außen, aber auch durch interne Fehler gefährdet werden. Das zeigt: Es braucht Schutz auf mehreren Ebenen. Alle in der Schule sollten typische Gefahren kennen - Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und auch Schüler. Nur dann können sie Warnzeichen sehen und richtig reagieren. Wissen über diese Risiken ist ein wichtiger Schritt, um Daten und die gesamte Schul-IT besser zu schützen.Cyberangriffe: Phishing, Malware und Social Engineering
Phishing gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Methoden. Dabei versuchen Angreifer mit gefälschten E-Mails, Nachrichten oder Webseiten an Passwörter, Benutzernamen oder Zahlungsdaten zu kommen. Die Nachrichten sehen oft echt aus und arbeiten mit Stress oder Zeitdruck. Für Schüler kann das heißen: Zugangsdaten für Lernplattformen oder Gaming-Accounts werden ohne Absicht weitergegeben. Malware ist ein Sammelbegriff für schädliche Programme wie Viren, Trojaner oder Ransomware. Ransomware verschlüsselt Daten und verlangt Geld für die Freigabe. So etwas kann ganze Schulnetzwerke blockieren und Unterricht stoppen. Social Engineering nutzt dagegen vor allem menschliche Schwächen. Ein Angreifer gibt sich zum Beispiel am Telefon als IT-Support aus oder schickt Nachrichten, die zum Download einer schädlichen Datei verleiten. Regelmäßige Schulungen helfen, solche Maschen besser zu erkennen.Verlust durch Fehler oder unsichere Geräte
Nicht jeder Vorfall passiert durch einen Angriff. Oft sind es einfache Fehler: Passwörter werden geteilt, sensible Daten liegen ungeschützt auf Geräten oder wichtige Dateien werden aus Versehen gelöscht. Auch verlorene USB-Sticks, Laptops oder Smartphones mit unverschlüsselten Daten sind ein großes Risiko. In Schulen sind viele Geräte und viele Nutzer im Einsatz - dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für solche Probleme. Unsichere Geräte sind ein weiteres Thema. Alte Software, fehlende Updates oder falsche Einstellungen machen es Angreifern leichter. Ein privates Smartphone oder Tablet kann, wenn es schlecht gesichert ist, auch das Schulnetz gefährden. Das BSI weist darauf hin, dass Kinder und Jugendliche mit eigenen Geräten im Internet vielen Risiken begegnen. Darum braucht es Technik und gleichzeitig klare Regeln und gutes Verhalten.Digitale Sicherheit wird für Schüler immer wichtiger.Risiken bei der Nutzung von Social Media, Apps und Online-Diensten
Social Media, Apps und Online-Dienste sind für viele Schüler tägliche Begleiter. Sie helfen bei Kontakt und oft auch beim Lernen, können aber den Datenschutz gefährden. Viele Messenger und Social-Media-Plattformen aus Ländern außerhalb der EU erfüllen die DSGVO oft nicht. Dazu zählen zum Beispiel WhatsApp oder Facebook. Für schulische Kommunikation sollten solche Dienste im Normalfall nicht genutzt werden.Auch Apps im Unterricht müssen geprüft werden. Die Schule sollte nur Apps nutzen, die die DSGVO einhalten und deren Datenschutzregeln verständlich und passend sind. Bei kostenlosen Apps ist Vorsicht nötig, weil sie oft Daten sammeln, um damit Geld zu verdienen. Schüler sollten keine persönlichen Daten auf Schul-Tablets speichern und sich nicht in private Konten einloggen, wenn sie Schulgeräte nutzen. Tracking-Funktionen in Apps und Werbung können Nutzerverhalten aufzeichnen. Hilfreich sind z. B. Tracking ausschalten und Passwörter setzen, damit nicht einfach Apps installiert werden.
Das BSI bietet dazu die Reihe „Zwischen Reels und Regeln" mit Tipps für Eltern. Der bewusste Umgang mit den eigenen Daten endet allerdings nicht mit der Schulzeit: Spätestens beim Bankkonto, beim Stipendienantrag oder beim Mobilfunkvertrag verlangen Anbieter Ausweisfotos und Selfies, weshalb es sich lohnt, früh zu verstehen, was bei einer Online-Verifizierung mit den eigenen Daten passiert.
Welche Rolle spielen Lehrkräfte, Eltern und die IT-Abteilung für die digitale Sicherheit?
Digitale Sicherheit in der Schule klappt nur gemeinsam. Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern, IT-Abteilung und Schüler müssen zusammenarbeiten. Die Schulleitung schafft Regeln und Rahmenbedingungen. Lehrkräfte und Eltern geben Wissen weiter und sind Vorbilder. Die IT-Abteilung schützt und betreut die Technik. Wenn alle an einem Strang ziehen, entsteht eine stabile Sicherheitskultur, die Schüler und Daten besser schützt. Jede Gruppe hat eigene Aufgaben. Wenn alle diese Rollen verstehen und ernst nehmen, kann die Schule mit den Herausforderungen im Internet besser umgehen und eine sichere Lernumgebung schaffen.Aufgaben der Schule bei der Sensibilisierung von Schülern
Die Schule sollte Schülern zeigen, warum digitale Sicherheit wichtig ist, und ihnen einfache, klare Regeln für sicheres Verhalten beibringen. Es reicht nicht, nur Geräte bereitzustellen. Schüler müssen lernen, welche Risiken es gibt und was sie selbst tun können. Das BSI betont dabei die digitale Selbstbestimmung: Kinder und Jugendliche sollen lernen, Entscheidungen im Netz bewusst zu treffen. Darum sollte IT-Sicherheit im Unterricht vorkommen. Das BSI bietet dafür z. B. das Medienpaket „Cybersicherheit für 10- bis 14-Jährige“ an. Darin gibt es Unterrichtseinheiten zu Smartphone- und App-Sicherheit, Cyberkriminalität und Account-Schutz. Dazu kommen Erklärvideos und das Mal- und Rätselheft „Ins Internet - Mit Sicherheit“. Mit Workshops, passenden Materialien und klaren Regeln kann die Schule eine gute Grundlage für sicheres Verhalten schaffen.Digitale Verantwortung von Lehrkräften und Eltern
Lehrkräfte und Eltern sind wichtige Bezugspersonen. Sie sollen gutes Verhalten vorleben und Wissen weitergeben. Lehrkräfte arbeiten täglich mit personenbezogenen Daten und tragen Verantwortung dafür. Sie sollten Phishing erkennen können, sichere Passwörter nutzen und wissen, was bei Problemen zu tun ist. Eltern helfen ihren Kindern, Medien bewusst zu nutzen, und können zu Hause eine sichere Umgebung schaffen. Das kann technische Einstellungen umfassen (Jugendschutz, Gerätesperren), aber auch Gespräche über Risiken. Das BSI unterstützt Eltern mit „Zwischen Reels und Regeln“ und dem „Wegweiser kompakt“ zu Themen wie Kinderschutz, Gaming und Smart Speakern. Wenn Schule und Eltern eng zusammenarbeiten, bekommen Kinder klare und einheitliche Regeln.Unterstützung durch die IT-Abteilung und Zusammenarbeit im Schulumfeld
Die IT-Abteilung ist für die technische Sicherheit zuständig. Sie richtet Schutzmaßnahmen ein, hält Systeme aktuell, überwacht Netzwerke und hilft bei Problemen. Eine gut organisierte IT-Abteilung erhöht Sicherheit und erleichtert den Alltag. Dazu gehören Firewalls, Virenschutz, Verschlüsselung und regelmäßige Updates, damit bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrkräften. Gemeinsam sollten sie Sicherheitsregeln festlegen und einen Plan für Notfälle erstellen. Die IT-Abteilung kann den Sicherheitsstand erklären, Schulungen anbieten und zeigen, wie man sicher mit Plattformen und Geräten umgeht. Mit regelmäßigem Austausch entsteht eine gemeinsame Linie, die ein sicheres digitales Lernen möglich macht.Wie können Schüler ihre Daten aktiv schützen?
Auch die beste Technik hilft wenig, wenn Nutzer nicht wissen, wie sie sich online verhalten sollen. Darum ist es sehr wichtig, Schüler so zu stärken, dass sie ihre Daten selbst schützen können. Dafür brauchen sie klare Regeln, aber auch ein einfaches Verständnis dafür, warum bestimmte Dinge riskant sind. Wer das versteht, kann selbstbestimmter handeln. Wenn Schüler Verantwortung für ihre digitale Sicherheit übernehmen, werden sie aufmerksamer und sicherer im Alltag. Die nächsten Abschnitte geben praktische Tipps, die Schüler direkt umsetzen können.Starke Passwörter und Passwortmanager richtig nutzen
Starke Passwörter sind ein Grundschutz gegen Angriffe. Ein gutes Passwort sollte mindestens 12 Zeichen haben und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mischen. Geburtsdaten, Namen oder einfache Wörter sollten vermieden werden. Das Problem: Viele starke Passwörter kann man sich kaum merken. Hier helfen passwort manager. Passwort-Manager erstellen sehr starke Passwörter und speichern sie verschlüsselt. So müssen Schüler nur ein Master-Passwort kennen. Schulen können die Nutzung solcher Tools empfehlen und in Schulungen zeigen, wie man sie richtig nutzt. Passwörter ab und zu zu ändern ist sinnvoll. Mit einem Passwort-Manager ist das viel einfacher, weil er neue Passwörter erstellt und sicher speichert.Zwei-Faktor-Authentifizierung: Mehr Sicherheit für Schülerkonten
Auch ein starkes Passwort kann gestohlen werden. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) macht Konten deutlich sicherer, weil man neben dem Passwort noch einen zweiten Nachweis braucht. Das kann ein Code per SMS sein, eine App, oder Biometrie wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Schüler sollten 2FA aktivieren, wo es möglich ist: bei Lernplattformen, E-Mail und Gaming. Das BSI erklärt in Erklärvideos, warum 2-Faktor-Authentisierung sicherer ist als nur ein Passwort, und gibt Aufgaben für den Unterricht. Gerade beim Gaming, wo Konten oft angegriffen werden, empfiehlt das BSI unter dem Hashtag #accountschutzover9000 Materialien zum Schutz von Accounts. Schulen sollten beim Einrichten helfen und das Thema im Unterricht erklären.Sicheres Verhalten beim Surfen und der digitalen Kommunikation
Sicheres Surfen beginnt damit, Links und E-Mails kritisch zu prüfen. So lassen sich viele Phishing-Versuche erkennen. Das BSI bietet dazu Videos, die zeigen, wie man gefälschte Mails erkennt. Auch Fake-Shops sind ein Thema: Laut Cyber-Sicherheitsmonitor 2023 hat jeder Fünfte schon einmal bei einem betrügerischen Onlineshop bestellt. Bei Nachrichten und Posts sollten Schüler überlegen, welche Infos sie teilen und mit wem. Öffentliche WLANs sind für sensible Dinge oft keine gute Idee, weil sie unsicher sein können. In der Schule gelten für mobile Geräte klare Regeln: Fotos und Videos nur mit Erlaubnis, Nutzung nur für Unterricht, Aufnahmen nach dem Zweck wieder löschen. Wenn diese Themen regelmäßig im Unterricht vorkommen, lernen Schüler verantwortungsvolles Verhalten.Erkenntnisse aus Sicherheitsvorfällen und Sofortmaßnahmen
Trotz Vorsicht kann etwas passieren. Dann ist schnelles Handeln wichtig. Schüler sollten wissen, wen sie informieren: IT-Abteilung, Klassenleitung oder eine Vertrauenslehrkraft. Die Schule sollte dafür klare Ansprechpersonen und einfache Meldewege festlegen. Bei einem Datenleck oder Angriff zählen schnelle Schritte. Betroffene Systeme sollten getrennt werden, damit sich ein Problem nicht ausbreitet. Das BSI erklärt zum Beispiel, wie man ein gehacktes Social-Media-Profil wieder zurückbekommt. Nach einem Vorfall sollte die Schule prüfen, wie es dazu kam, Regeln verbessern und Betroffene nachschulen. Ein Notfallplan, der von der Meldung bis zur Wiederherstellung alles abdeckt, gehört in jede Schule.Was sind Best Practices für Datenschutz und sichere digitale Infrastruktur an Schulen?
Digitale Sicherheit an Schulen besteht aus Technik, klaren Regeln und dem Verhalten der Nutzer. Damit Systeme langfristig sicher bleiben, brauchen Schulen gute Standards, die Geräte, Software und den Umgang mit Daten abdecken. Einzelne Maßnahmen reichen nicht; Sicherheit muss laufend gepflegt werden. Eine sichere Infrastruktur und verständliche Datenschutzregeln sind nicht nur wegen Gesetzen wichtig. Sie schützen den Schulbetrieb und stärken das Vertrauen von Eltern, Lehrkräften und Schülern. Die nächsten Punkte zeigen wichtige Bausteine.Technische Maßnahmen: Absicherung von Schulnetzwerken und WLAN
Schulnetzwerke verbinden Lernplattformen, Geräte und Verwaltungsprogramme. Darum müssen sie gut abgesichert sein. Dazu gehören starke Anmeldeverfahren wie 2FA für wichtige Zugänge. Geräte und Software sollten regelmäßig Updates bekommen, weil alte Systeme leicht angreifbar sind. Das BSI verweist für technische Empfehlungen auf Orientierungshilfen für Organisationen und Unternehmen. Beim WLAN ist WPA3-Verschlüsselung eine gute Wahl. Eine sinnvolle Aufteilung des Netzwerks (z. B. Schülernetz getrennt vom Verwaltungsnetz) kann Schäden begrenzen. Firewalls und Systeme zur Angriffserkennung (IDS) helfen, unbefugte Zugriffe zu blockieren. Für Gäste sollte es ein eigenes Gastnetz geben. Außerdem sollte WLAN-Zugriff auf erlaubte Geräte und Nutzer begrenzt werden. Regelmäßige Kontrollen des Netzwerkverkehrs und Sicherheitschecks halten den Schutz auf einem guten Stand.Sicherer Umgang mit Cloud-Diensten und digitalen Zeugnissen
Cloud-Dienste können Arbeit und Unterricht erleichtern, bringen aber auch neue Risiken. Wichtig ist, dass Cloud-Zugänge richtig eingestellt sind und nur wenige Personen Zugriff auf sensible Daten haben. Wenn externe Anbieter personenbezogene Daten verarbeiten (z. B. digitales Klassenbuch oder Schul-App), muss die Schule einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschließen. Das gilt auch dann, wenn Ende-zu-Ende-Verschlüsselung genutzt wird. Digitale Zeugnisse und andere Nachweise enthalten oft sehr persönliche Daten. Das BSI unterstützt öffentliche Stellen und Unternehmen dazu mit einer Handreichung. Diese Daten sollten bei Speicherung und Übertragung verschlüsselt werden. Außerdem braucht es klare Zugriffsrechte und regelmäßige Backups, damit bei Fehlern oder Angriffen nichts dauerhaft verloren geht.Schulinterne Datenschutzrichtlinien und Einwilligungen
Schulinterne Datenschutzregeln geben klare Leitlinien für den Umgang mit Daten. Sie sollten festlegen:- Welche Daten gesammelt werden
- Wofür sie gebraucht werden
- Wie und wo sie gespeichert werden
- Wer darauf zugreifen darf
- Wie lange sie gespeichert bleiben.
Wie profitieren Schüler langfristig durch digitale Kompetenzen für sichere Karrieren?
Digitale Kompetenzen, vor allem zu Cybersicherheit, sind für Schüler nicht nur privat nützlich. Sie sind auch eine starke Grundlage für den späteren Beruf. Viele Jobs arbeiten heute digital, und Firmen suchen Menschen, die Risiken erkennen und sicher mit Daten umgehen können. Wer in der Schule schon Grundlagen zu IT-Sicherheit lernt, hat später Vorteile. Solche Fähigkeiten helfen in fast jedem Beruf. Gleichzeitig können sie den Einstieg in spezielle, stabile Berufsfelder erleichtern. Schulen, die diese Themen fördern, bereiten Schüler besser auf die spätere Arbeitswelt vor.IT- und Cybersecurity-Kompetenzen als Wettbewerbsvorteil
In vielen Berufen wird erwartet, dass man digitale Tools nutzen kann. Immer öfter wird auch erwartet, dass man Sicherheitsrisiken versteht. Wer weiß, wie Angriffe ablaufen und wie man sich schützt, kann in einem Unternehmen aktiv helfen, Probleme zu vermeiden. Das zeigt auch wichtige Eigenschaften wie klares Denken, sorgfältiges Arbeiten und Verantwortungsgefühl. Schüler, die früh lernen, warum Daten wertvoll sind und wie man sie schützt, sind besser auf die Arbeitswelt vorbereitet. Ob in IT-Berufen oder in Branchen wie Verwaltung, Gesundheit oder Industrie: Sicherheitswissen wird immer wichtiger. Das stärkt nicht nur einzelne Karrieren, sondern hilft auch der Gesellschaft, besser mit digitalen Angriffen umzugehen.Cybersecurity-Berufe und Karrierechancen im Überblick
Im Bereich Cybersicherheit gibt es viele Jobmöglichkeiten, und der Bedarf steigt weiter. Schon in der Sekundarstufe I können Materialien wie „Cybersicherheit“ von Siemens AG Berufe rund um IT-Sicherheit vorstellen. Beispiele:- IT-Forensik: Fachleute sichern und analysieren digitale Spuren nach einem Angriff.
- Ethical Hacking: „White Hat Hacker“ testen Systeme legal auf Schwachstellen.
- IT-Sicherheitsanalyse: Experten planen und prüfen Schutzmaßnahmen für Systeme und Daten.
- Systemintegration: Fachkräfte verbinden Systeme so, dass alles sicher und stabil läuft.
- Datenschutzbeauftragter: Zuständig dafür, dass Datenschutzregeln im Unternehmen eingehalten werden.
Empfohlene Lernressourcen und Trainingsangebote für Schüler
Es gibt viele Angebote, mit denen Schüler mehr über Cybersicherheit lernen können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt viele Materialien für Schule, Eltern und Schüler bereit, zum Beispiel:- Das Medienpaket „Cybersicherheit für 10- bis 14-Jährige“ mit Einheiten zu Smartphone-Sicherheit, Cyberkriminalität und Account-Schutz.
- Erklärvideos zu Phishing, 2-Faktor-Authentifizierung und Malware, oft mit Fragen und Aufgaben für den Unterricht.
- Das Mal- und Rätselheft „Ins Internet - Mit Sicherheit“ für einen spielerischen Einstieg.
- Die Initiative „Flex Your Cyber“ von Keeper Security mit Partnern wie KnowBe4 und der National Cybersecurity Alliance, mit Materialien für Schüler, Eltern und Lehrkräfte.